Veranstaltungen
Ein Abend zu Käthe Recheis in der Alten Schmiede (Wien)
Am Dienstag, dem 24. März um 19 Uhr findet die nächste Veranstaltung in der Reihe „grundbücher der österreichischen literatur seit 1945“ statt. Diesmal geht es um den Roman „Der weiße Wolf“ von Käthe Recheis.
Andrea Winkler liest Ausschnitte und kommentiert.
Heidi Lexe referiert.
Klaus Kastberger und Kurt Neumann sind für die Redaktion und Moderation der Veranstaltung verantwortlich.
Käthe Recheis (1928–2015) schilderte 1997 ihre Überlegungen zu „Der Weiße Wolf“: „Als in den siebziger Jahren Phantasie als Flucht aus der Wirklichkeit verpönt wurde, entstand in mir der Wunsch, eine phantastische Geschichte als Gegenbeweis zu schreiben. (...) Ich war überzeugt, man könne sich auch in einer phantastischen Geschichte mit Zeitproblemen auseinandersetzen, und zwar allgemeingültig.“
In einer Laudatio fasste Heidi Lexe den erzählerischen Kern des Buches so zusammen: Drei Kinder dreier Völker müssen über den Fluss ohne Wiederkehr in das Land der strahlenden Felsen gelangen, um ihre Völker zu retten. Das christliche Motiv der Erlösung wird zusammengeschaut mit den »uralten Geschichten«, die Beispielgeschichte einer Gewaltherrschaft wird verknüpft mit dem Schicksal von Naturvölkern.
Alte Schmiede Kunstverein Wien
Schönlaterngasse 9
1010 Wien